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Meinhard von Gerkan:
Meinhard von Gerkan, deutscher Architekt (seit 1965 freischaffend
tätig) und Professor für Architektur an der Technischen Universität
Braunschweig (seit 1974).
Er lebt in Hamburg und arbeitet in einer Bürogemeinschaft mit
Volkwin Marg („Von Gerkan, Marg & Partners"), die seit 1974 vier
weitere Partner aufnahm.
Seine Bauten: Über 80 verwirklichte Bauvorhaben, unter anderem
Flughafen-, Sport-, Verwaltungs-, Büro-, Wissenschafts-, Industrie-,
Wirtschafts-. Kommunal-, Einkaufs-, Hotel-, Justiz-, Gewerbe-, Wohn-,
Museums-, Bank-, Kultur- und Messebauten.
Er veröffentlichte mehrere Bücher und eine Vielzahl von Artikeln und
Aufsätzen über Architekturthemen in internationalen
Fachzeitschriften, Tageszeitungen und Wochenzeitschriften. Mitglied
der Akademie der Künste. Von Gerkan gewann über 250 nationale und
internationale Wettbewerbspreise, davon mehr als 100 erste Preise.
Weitere Auszeichnungen wurden ihm für vorbildliche Architektur
verliehen.
Meinhard von Gerkan stammt aus einer deutsch-baltischen Familie. Der
Vater kam als Soldat im 2. Weltkrieg um, die Mutter starb kurz nach
der Flucht aus Posen. Gerkan wuchs als Pflegekind in Hamburg auf. Im
Jahr 1964 schloss von Gerkan sein Studium der Architektur an der
Technischen Hochschule Braunschweig mit dem Diplom ab. Im folgenden
Jahr 1965 begründete er seine Büropartnerschaft mit Volkwin Marg,
die bis heute unter der Firmierung „von Gerkan, Marg und Partner“ (gmp)
mit Hauptsitz in Hamburg besteht. Bereits in den ersten beiden
Jahren seiner Berufstätigkeit gewann von Gerkan mit seinem Partner
nicht weniger als 8 Architekturwettbewerbe, darunter den für den
Entwurf des Flughafens Berlin Tegel - und das, ohne je zuvor ein
Projekt auch nur annähernd dieser Größe geplant oder verwirklicht zu
haben. gmp gilt damit unter deutschen Architekten als ein Beispiel
für den wirtschaftlichen Aufschwung und den damit verbundenen
Wagemut während der 60er Jahre in der Bundesrepublik.
Im Jahr 1974 erfolgte von Gerkans Berufung als Professor an die TU
Braunschweig, wo er bis 2002 das Institut für Baugestaltung (Abteilung
für Gebäudelehre und Entwerfen A) leitete. Zu den vom Büro gmp im
In- und Ausland realisierten Entwürfen zählen der Flughafen Berlin
Tegel, Erweiterungen der Flughäfen Hamburg Fuhlsbüttel und
Stuttgart, der neue Berliner Hauptbahnhof (Lehrter Bahnhof), sowie
der Umbau des Berliner Olympiastadions. Gegenwärtig befasst sich das
Büro gmp auch intensiv mit Planungen in China. So wurde dort die
Retortenstadt Luchao nicht nur geplant, sondern auch in die Realität
umgesetzt. Das Büro gmp ist eines der erfolgreichsten deutschen
Architekturbüros.
Im November 2006 erhielt sein Büro gmp wegen der Klage gegen die
Verletzung des Urheberrechts durch die Deutsche Bahn in erster
Instanz Recht. Anstelle von Rundbögen baute die Bahn ohne
Rücksprache eine Flachdecke in der unteren Etage des Hauptbahnhofs
Berlin ein.
S-Bahn Potsdamer Platz
U-BahnPotsdamer Platz
129, 148, 200, 248, 348
Die
Blauen Männer