Historie des Potsdamer Platzes: 1989

Potsdamer Platz am Tag des Mauerfalls 1989

Potsdamer Platz am Tag des Mauerfalls 1989

Historie des Potsdamer Platzes: 1989

Günter Schabowski 1989Im Sommer 1989 werden Urlaubsaufenthalte in Polen, Ungarn und der CSSR immer häufiger zur Absetzung in den Westen genutzt.

Elf Tage nach der 40-Jahr-Feier der DDR am 7. Oktober 1989 tritt Honecker aus allen Partei- und Staatsämtern zurück. Egon Krenz wird sein Nachfolger. Am 4. November organisieren Ost-Berliner Kulturschaffende eine  Großdemonstration, auf der zunehmend Rufe nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten laut werden.

Die Pressekonferenz zur Maueröffnung:

Schabowski schreibt Geschichte

Beschlussvorschlag zur MaueröffnungAm 9. November 1989 erklärt Politbüromitglied Günter Schabowski die Reisefreiheit von DDR-Bürgern ohne Visum. Um 22:00 Uhr strömen Tausende DDR-Bürgern zu den Übergangsstellen, eine Stunde kapituliert die DDR-Grenzpolizei vor den Massen und öffnet einfach die Schlagbäume. Am Brandenburger Tor erklimmen Hunderte von Menschen die Mauer. Am 22. Dezember werden auch hier die Übergänge offiziell freigegeben.

Auf die Zwischenfrage eines Journalisten: „Ab wann tritt das in Kraft? Ab Sofort?“ antwortete Schabowski dann um 18.57 Uhr mit dem Verlesen des ihm von Krenz zuvor übergebenen Papiers:

„Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen – Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse – beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der VPKÄ – der Volkspolizeikreisämter – in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dabei noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD erfolgen …“

– Schabowski liest sehr schnell von dem ihm übergebenen Beschlussentwurf für den Ministerrat ab

Auf die erneute Zwischenfrage: „Wann tritt das in Kraft?“ antwortete Schabowski:

„Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“

Nach zweimaliger Zwischenfrage eines Journalisten: „Gilt das auch für Berlin-West?“ findet Schabowski schließlich den entsprechenden Passus der Vorlage:

„Die ständige Ausreise kann über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu Berlin-West erfolgen.“

Mit freundlicher Unterstützung von Wikipedia.