Checkpoint Charlie Berlin

Checkpoint Charlie Berlin
Checkpoint Charlie Berlin

Checkpoint Charlie Berlin

Schaut man auf das Jahr 1961, dann erfährt man, dass am Checkpoint Charlie der sowjetische und der US-amerikanische Besatzungssektor aneinanderstoßen. Die Grenzbeamten der DDR ließen hier nur Ausländer und Diplomaten passieren – vorausgesetzt, die nötigen Papiere waren vorhanden. Zu DDR-Zeiten kamen viele Touristen zum Checkpoint Charlie, um vom sicheren Westen aus einen Blick auf die strengen DDR-Grenzer zu werfen und das am 14. Juni 1963 eröffnete Mauermuseum auf der Westseite zu besuchen, das von den spektakulären Flutversuchen aus der DDR erzählt.

»Berlin – bunte Stadt an der Spree«

Bunte Stadt an der Spree – „Berlin“ ist dazu verdammt, immerzu zu werden und niemals zu sein“. So konstatierte der Kunsthistoriker Karl Scheffler (1869-1951) in den „Goldenen Zwanzigerjahren“. Die Aussage hat bis heute nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Wie kaum eine andere deutsche Stadt lebt Berlin heute noch von seiner wechselhaften Vergangenheit.

Gleichzeitig war der Kontrollpunkt grausamer Schauplatz spektakulärer Fluchten, die teilweise auch tödlich ausgingen. „Checkpoint“, also Kontrollpunkt, hieß die Anlage übrigens nur im Westen, in der Ost-Nomenklatur handelte es sich hierbei um einen schlichten Grenzübergang. Schließlich sah man in der DDR, anders als im Westen, den anderen deutschen Staat als Ausland an.

Checkpoint Charlie ist eine Touristenattraktion

Auch heute noch ist der Checkpoint Charlie eine viel besuchte Touristenattraktion. Täglich kommen viele deutsche und auch ausländische Berlinbesucher hierher, um den ehemaligen Kontrollpunkt zu besichtigen. Nachdem man infolge der Wiedervereinigung am 22. Juni 1990 auch den Checkpoint Charlie abgebaut hatte, wurde 2000 an dessen ehemaligem Standort ein originalgetreuer Nachbau der ersten Kontrollbaracke wieder errichtet. Auch das Warnschild: „Sie verlassen den amerikanischen Sektor“ wurde wieder aufgestellt. Man wollte hiermit den Erwartungen von zahlreichen Berlinbesuchern entgegenkommen, die sich einen Eindruck von dem berüchtigten Grenzübergang machen wollten, an dem sich einst im Oktober 1961, kurz nach dem Mauerbau, amerikanische und russische Panzer gegenübergestanden hatten.

Neben der Glienicker Brücke war der Checkpoint Charlie der wohl bekannteste Grenzübergang in Berlin. Die Atmosphäre des Kalten Krieges konnte man wohl an kaum einem anderen Ort besser spüren als hier. Inzwischen ist von Schikanen, Schlagbäumen und Wachtürmen nichts mehr zu spüren und sehen. Lediglich ein kleines Wachhäuschen erinnerte noch an die einst frostige Nahtstelle des Kalten Krieges.

Checkpoint Charlie ist nur eines von vielen historischen Standpunkten in Berlin, an denen man erkennen kann, dass die Stadt vom steten Wandel der Zeit gekennzeichnet ist. Heute gehört die Metropole an der Spree zu einer Stadt der Kontraste. Bau und Fall der Berliner Mauer machten die Stadt zum Symbol der Teilung und Wiedervereinigung Deutschlands mit all den Problemen und Chancen, die das Zusammenwachsen von Ost und West so spannend machen. Nicht zu vergessen: die Rolle Berlins als alte und neue Hauptstadt des wiedervereinten Deutschlands mit ihren zahlreichen prestigeträchtigen Bauprojekten.