Historie des Potsdamer Platzes: 1961

Historie des Potsdamer Platzes: 1961

Der Mauerbau um 1961In der Nacht vom 12. zum 13.8.1961 werden an der Sektorengrenze nach West-Berlin unter Aufsicht von Volkspolizei und NVA Straßen aufgerissen, Panzersperren, Stacheldrahtverhaue und Steinwälle errichtet, die in der folgenden Zeit zu einer durchgehenden Mauer ausgebaut werden. Polizei- und Armee-Einheiten werden eingesetzt, um Demonstrationen zu verhindern und die innerstädtischen Verkehrsverbindungen zu blockieren.

Mauerbau am Potsdamer PlatzDer U-Bahnhof Potsdamer Platz wird geschlossen, durch den S-Bahnhof rollen die Züge, ohne anzuhalten. Die DDR ist hermetisch abgeriegelt. Da die Mauer quer über den Potsdamer Platz verläuft und die ehemals prächtigen Gebäude wie der Potsdamer Bahnhof, das „Haus Vaterland“ und das ausgebrannte „Columbushaus“ nur noch als Ruinen vorhanden sind, wird der Platz zum Niemandsland.

An diesem „Todesstreifen“ stehen bald auf der Ostseite Wachtürme und Stacheldraht, auf der Westseite Aussichtsplattformen und Andenkenläden.
Eine Chronologie vom 13.August 1961

1 Uhr: Am Potsdamer Platz wundern sich die Zollbeamten über die hohe Zahl der Fahrgäste auf dem S-Bahnhof

3.15 Uhr: An den Sektorenübergängen Elsenstraße, Potsdamer Platz, Sonnenallee und Brandenburger Tor werden Wälle aufgeschüttet und das Pflaster aufgerissen.

10.15 Uhr: Am Potsdamer Platz diskutieren etwa 100 Berliner und Tiergartens Bürgermeister Kressmann mit der Volkspolizei.

15.10 Uhr: Am Potsdamer Platz von Leipziger Platz über Bellevue und Lennéstraße bis Ebertstraße beginnt die Volkspolizei mit der Errichtung einer zweiten Pfahlreihe.

Das Leben mit der Mauer – Berlin, die geteilte Stadt

Bereits im Sommer 1945 wurden Demarkationslinien zwischen den Besatzungszonen gezogen. Teilweise wurden Schlagbäume und weiß-gelbe Holzpfeiler errichtet sowie Farbmarkierungen an Bäumen vorgenommen. Es war nun eine Genehmigung erforderlich, um die Zonengrenze zu überschreiten, nur für Pendler und Bauern wurde ein kleiner Grenzverkehr eingeführt. Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) wurde in der SBZ eine Grenzpolizei aufgebaut, die am 1. Dezember 1946 erstmals aktiv wurde, Bestimmungen für den Gebrauch der Schusswaffe wurden erlassen. Für Reisen zwischen der SBZ und den Westzonen mussten nun Interzonenpässe beantragt werden. Erste Grenzanlagen wurden auf der Ostseite errichtet: insbesondere in Waldgebieten Stacheldraht-Hindernisse, an grenzüberschreitenden Straßen und Wegen Straßensperren.

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