Historie des Potsdamer Platzes: 1948

Historie des Potsdamer Platzes: 1948

Briefmarke des Rosinenbombers1948: Durch die sowjetische Sperrung der Land- und Wasserwege werden die drei Westsektoren der Stadt blockiert. Auf Veranlassung des amerikanischen Militärgouverneurs General Lucius D. Clay beginnt am 26. Juni 1948 die Luftbrücke.

Die „Rosinenbomber“ fliegen unablässig zwischen Frankfurt am Main und Berlin hin und her, um die eingeschlossene Bevölkerung Berlins zu versorgen. Berlin ist nun gespalten, zwei selbständige deutsche Staaten existieren. Bei einer Razzia verfolgen sowjetische Militärangehörige Schwarzmarkthändler bis in den amerikanischen und britischen Sektor. Gewalt wird angewendet, einige Schüsse fallen.

Der Verlauf der Sektorengrenze am Potsdamer Platz wird daraufhin durch Leuchtfarbenlinien auf dem Asphalt markiert.

Berlin: Die Vier-Sektoren-Stadt mit Sonderstatus

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges war Deutschland durch die Alliierten in vier Besatzungszonen aufgeteilt worden. Berlin, das als Vier-Sektoren-Stadt einen Sonderstatus hatte, lag mitten in der sowjetischen Besatzungszone und sollte – ähnlich wie Gesamtdeutschland durch den Alliierten Kontrollrat – gemeinsam in der hierzu geschaffenen Alliierten Kommandantur verwaltet werden. Allerdings war nach sowjetischer Auffassung Berlin trotzdem Bestandteil ihrer Besatzungszone. Bei der Festlegung der Sektoren waren zunächst keine Regelungen über die Verkehrswege getroffen, im November 1945 dann drei Luftkorridore vereinbart worden: je einer von Hamburg, Hannover und Frankfurt am Main nach Berlin.

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