Hanf als Thema auf allen Kanälen

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Cannabis ist nicht mehr Tabu, das gilt in Berlin als Multi-Kulti Stadt ohnehin. Aber immer präsenter wird genau dieser Hanf in den Medien, in der Medizin, in der Wirtschaft und damit in der Öffentlichkeit. Während in mehreren US-Bundesstaaten bereits das große Geld verdient wird, geht es in Deutschland noch darum, die eigenen Unternehmen aufzustellen, damit sie beim bald einsetzenden großen Run vorne mit dabei sind. Es kommen damit zugleich auch die ersten erfolgreichen Unternehmen aus den USA nach Europa, um sich ebenfalls gut aufzustellen.

Ob es sich um Weed Maps, Tarik & Rosin oder das Wissensportal Leafly handelt, sie stammen aus den USA und erschließen europäische Märkte, auf denen es derzeit in den legalen Nischen noch um Kleingeld geht. Damit werden einige dieser US-Unternehmungen und bedeutend mehr europäische auf der Cannabis-Fachmesse Mary Jane ihren Stand aufbauen und sich den Kunden präsentieren.

Wird bedacht, wie aufwändig es ist, wenn neben dem Stand auch eine ganze Crew aus den USA eingeflogen sowie unter gebracht wird, dann versteht jeder schnell, dass es schon bald um sehr viel Geld gehen wird, um das jetzt schon gekämpft wird.

Die Mary Jane

Als Cannabis Fachmesse hat es die Mary Jane bereits gegeben, als in den 90er Jahren alle an die Legalisierung glaubten und sich nur um ein paar Jahre vertan haben. Jetzt ist es wirklich so weit womit nach rund zehn Jahren Pause die Mary Jane 2016 als größte Deutsche Cannabis-Fachmesse in Berlin im alten Postbahnhof wieder ihre Tore öffnete. Bei dem Erfolg mit 10.000 Messebesuchern wurde für den 16ten bis 18ten Juni 2017 direkt der Funkturm an der Spree (http://maryjane-berlin.com/) gebucht, um noch mehr Besuchern ein noch schöneres Erlebnis bieten zu können. Bereits letztes Jahr hatte diese Messe so viel zu bieten, dass besser direkt alle drei Tage gebucht werden.

Hanf ist nicht mehr ein Kifferthema

Aus dem schlimmen „Rauschgift“ wird gegenwärtig Medizin. Viele der Kiffer konsumieren eben deswegen ständig, da es ihnen bei ihren Erkrankungen hilft. Der Schwarzmarkt ist natürlich keine geeignete Bezugsquelle für Medizin, diese soll aus der Apotheke oder dem eigenen Garten stammen. Seit 2017 wurden erste Fertigarzneimittel mit Cannabinoiden in Deutschland über Apotheken abgegeben, ab 2009 auch Marihuanablüten. Lars Scheimann kämpfte mit seinem ADHS den Weg für andere Patienten frei, über 1000 hatten bereits eine Ausnahmegenehmigung nach §3 Abs. 2 BtMG, als im März 2017 das neue Cannabis Medizingesetz in Kraft trat. Auch hier muss noch vieles erkämpft werden, wohingegen in Israel alles schon lockerer zu geht. Über 25.000 Patienten meist älterer Jahrgänge erhalten bereits Marihuana. Da jede Marihuanasorte anders ist, wird derzeit sogar erforscht, welcher Strain gegen welche Krebsart am besten hilft.

Das schlimme „Rauschgift“ wird in Deutschland im Übrigen bereits als Substitution bei Alkoholismus oder Opiatabhängigkeit eingesetzt. Das enthaltene Cannabinoid Cannabidiol wirkt dem Suchtverlangen immerhin entgegen.

Deutschland wird nachrücken

Überall in der Welt werden die Nischen für den Hanf größer, in einigen Regionen wurde dieser sogar schon als Genussmittel legalisiert und ist in speziellen Abgabestellen erhältlich. In Deutschland wird viel diskutiert, um noch nicht handeln zu müssen. Aber mit dem Cannabis Medizingesetz passiert dann doch mal etwas Positives, obwohl zur anderen Seite deutlich mehr Menschen wegen Cannabis eine Anzeige erhielten, als in den Vorjahren. Es sind über 140.000, der Großteil Konsumenten für Konsumhandlungen.

In Uruguay startet dieses Jahr etwas verspätet die Abgabe von Marihuana in Abgabestellen, legale Nischen gibt es schon etwas länger. Hier wollte der ehemalige Präsident Jose Mujica den Hanf legalisieren, um den Schwarzmarkt mit all seiner Kriminalität zu schwächen. Die Bürger waren dazu nicht so schnell bereit und es wurde erst medial dort hin gearbeitet. In Deutschland ist es eher umgekehrt, dass die Bürger dem Hanf deutlich toleranter als die Regierenden gegenüber stehen. Dennoch kommt es auch hier auf eine seriöse Medienarbeit an, um vom Schmuddel-Kiffer-Image hin zum Rohstoff, zur Medizin und zum mündigen Konsumenten zu kommen. Das Hanf Magazin (http://www.hanf-magazin.com/ ) macht sich das seit Januar 2015 zur Aufgabe. Ein erstes Printmagazin ist im Mai 2017 erschienen und liegt an vielen Verteilerstellen kostenlos aus (http://auslagestellen.hanf-magazin.com/). Das Hanf Magazin ist natürlich wieder auf der Mary Jane 2017 vertreten.

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